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Der Schatz in der
Piratenhöhle
eine Geschichte von Carsten Tangelder
 

Der Schatz in der Piratenhöhle

Eine Detektivgeschichte von Carsten Tangelder

 

Endlich Sommerferien - Jonas saß am Fenster und dachte an den Urlaub. Nur noch 2 Tage und dann würde er mit seiner Familie auf die Insel Pagas fliegen. So richtig froh war er nicht darüber, denn dann würde er seine Freunde vier Wochen lang nicht sehen können. Er seufzte.
Da ging die Tür auf und seine Mutter kam ins Zimmer. ,,Jonas, ich habe gerade einen Anruf von Lisa und Georg bekommen!”, sagte sie. ,,Sie und ihre Familien verbringen die Ferien mit uns zusammen!”. Jonas konnte es gar nicht so schnell fassen, aber dann sprang er vor Freude in die Luft. ,,Juchuuuh”, rief er so laut, dass selbst der Nachbar es hörte!
,,Was ist das für ein Lärm?”, fragte Herr Oekermann wütend! Der Nachbar war für seine Wutausbrüche bekannt, wenn ihn irgendetwas nervte.
Am nächsten Tag kamen Lisa und Georg zu Jonas nachhause. ,,Cool, dass wir jetzt alle zusammen Urlaub machen”, freute sich Jonas. ,,Wir haben unsere Eltern einfach gefragt ob wir nicht auch nach Pagas fliegen können!”, sagte Georg. ,,Meine Eltern wussten noch gar nicht wo wir Urlaub machen sollten!” fügte Lisa hinzu! ,,Also haben wir uns entschieden mit euch zusammen in den Urlaub zu fahren! Kommt Tobi auch mit?” ,,Ja, klar, er kann doch nicht allein zurückbleiben” antwortete Jonas. ,,O.K. - wir müssen jetzt nach Hause, Koffer packen”, verabschiedeten sich Lisa und Georg!

Schon früh am nächsten morgen standen alle am Flughafen! Nachdem sie eingecheckt und ihre Koffer und den Käfig mit Tobi abgegeben hatten, setzten sie sich auf eine Bank und warteten auf den Aufruf ihres ihres Fluges. ,, Du, Lisa, freust du dich auch schon auf den Strand und das Hotel?”, fragte Lisas Mutter. ,, Ja, können wir heute noch an den Strand gehen, bitte?”, bat Georg. ,,Das sehen wir später, wartet  erst einmal ab”, antwortete sein Vater.
,,Alle Passagiere des Fluges nach Pagas werden zum Ausgang gebeten. Halten Sie bitte ihr Flugticket und Ihren Personalausweis bereit” tönte es aus den Lautsprechern! Und schon machten sich alle auf den Weg ins Flugzeug.
Die Kinder setzten sich nebeneinander, die Eltern nahmen direkt hinter ihnen Platz. 10 Minuten später startete das Flugzeug in den Himmel. Neugierig schauten die drei Kinder aus dem Fenster. Sie sahen die Erde unter sich. Auf einmal konnten sie nichts mehr sehen, denn die Wolken flitzen am Flugzeug vorbei. Es dröhnte. Die drei glaubten, Tobi bellen zu hören. Hatte er das Dröhnen auch gehört? Kurz danach sahen sie den strahlend blauen Himmel.

Auf einmal hörten sie  ein lauter werdendes Piepen  aus der Tasche von der Frau vor ihnen. ,, Was ist das?”, fragte Jonas ,, Mein Handy ”, sagte die Frau. ,, Was? Schalten sie es sofort aus”, rief ein Mann von hinten. Wissen Sie nicht, das das ganz schön gefährlich sein kann?
Da gab es plötzlich  es einen heftigen Ruck. Alle Passagiere wurden still. Jonas, Georg und Lisa schlotterten die Knie. Was war passsiert?” Da meldete sich auch schon eine freundliche Stimme in den Lautsprechern: ,,Liebe Reisegäste. Keine Aufregung! Es gab nur leichte Turbulenzen! Wir wünschen Ihnen weiterhin einen guten Flug!”,,Puh! Ich habe schon gedacht wir stürtzen ab!”, keuchte Georg. ,,Ja, ich auch”, seufzte  Lisa erleichtert. ,,Kinder macht euch keine Sorgen sowas kann ab und zu mal passieren, in 2 Stunden sind wir da”, beruhigte Jonas Mutter die drei.
Kurz vor der Landung ... ,,Liebe Reisegäste, wir beginnen mit dem Landeanflug. Bitte schnallen sie sich wieder an. Die Temperatur auf Pagas beträgt 29 °C. Wir wünschen schon jetzt einen schönen Urlaub.”, sagte die Stewardess.

Wenig später landete das große Flugzeug auf dem Flughafen der Insel Pagas. Mit einem Bus wurden alle zu ihrem Hotel gebracht. Die Kinder bekamen ein Zimmer für sich.
,,Kommt gehen wir zum Strand”, drängte Lisa. ,,Ja, aber erst müssen wir noch die Koffer auspacken”, sagte Georg. Nachdem die Kinder ihre Koffer ausgepackt und ihre Badesachen angezogen hatten,  gingen sie und ihre Eltern an den Strand. Schnell waren der Windschutz aufgestellt und die Badetücher ausgebreitet. Die Eltern legten sich hin und bräunten sich. Die Kinder gingen gleich ins Wasser und schwammen in den Wellen. Sogar Tobi durfte mit ins Wasser. Lisa tauchte mit Taucherbrille und Schnorchel unter. Sie entdeckte dabei viele kleine und große Fische. Auf einmal packte sie jemand von hinten. Sie tauchte auf und schrie. ,,Hahaha, hast du aber Angst” lachten Jonas und Georg und liesen Lisas Füße los. ,,Ihr seid so gemein”, rief Lisa. Die beiden Jungen entschuldigten sich und legten sich mit Lisa auf ihre Strandmatten. Um sechs Uhr abends machten sie sich dann wieder auf den Weg zum Hotel. Nach dem Duschen gingen sie mit ihren Eltern ins Restaurant.

Sie setzten sich an einen großen Tisch. Da kam auch schon der Kellner. “Hallo zusammen, was möchten Sie gerne trinken?”, Lisa bestellte Wasser, Georg eine Cola und Jonas eine Fanta. Die Eltern entschieden sich für Bier, Wein und Wasser. Nach dem eine Kellnerin die Getränke gebracht hatte, gingen alle zum Buffet. Die Auswahl war groß: es gab verschiedene Salate und Suppen, 2 Hauptgerichte und zum Nachtisch Eis und Obstsalat. Alles sah richtig lecker aus. Die Kinder aßen Schnitzel mit Pommes und Salat, die Eltern entschieden sich für den Fisch. Beim Dessert waren sich alle einig und nahmen Eis.
Nach dem Essen gingen sie alle zurück in ihre Zimmer und schlüpften gleich in ihre Pyjamas. Jonas, Georg und Lisa legten sich in ihre Betten und schliefen schon bald  ein. Tobi lag noch lange Zeit wach neben Jonas Bett. Schließlich fielen aber auch ihm die Augen zu.

Mitten in der Nacht wurde Georg wach. Was war das für ein Geräusch? Leise stand er auf und holte seine Pantoffeln aus dem Koffer. Er zog sie an und schlich hinaus auf den Flur. Waren da nicht Stimmen gewesen? Sie kamen aus der Suite nebenan. Er ging auf Zehenspitzen an die Tür heran. Sie stand einen Spalt weit auf, sodaß er hineinsehen konnte. Dort saßen 2 Männer: ein Kleiner mit Kinnbart und ein Großer mit Glatze. Der kleinere telefonierte. Georg lauschte: ,,Aber ja doch Chef, wir werden den Schatz finden, darauf können sie sich verlassen” ,,Hast du die Schatzkarte noch?” klang es leise aus dem Telefon. ,,Ja, sie steckt in meinem Kissen.” Antwortete die kleine Gestalt, die jetzt mit dem Rücken zu Georg stand. ,,Bis  morgen um 15 Uhr an der Teufelsbucht” verabredete er sich und legte den Hörer auf. Da stieß Georg an die Tür, sodaß sie  knarrte. ,,Da ist doch jemand!”, flüstertre der Große. Georg bekam tierische Angst. Die Männer kamen direkt auf die Tür zu. Doch als sie die Tür öffneten, sahen sie niemanden mehr auf dem hell beleuchteten Flur. ,,Hier war aber jemand, das spüre ich!”, zischte einer der Männer. ,,Egal, lass uns morgen nochmal nachsehen.”, sagte der andere. Danach verschwanden die zwei im Zimmer.Georg hatte es noch rechzeitig geschafft, in sein Zimmer zu huschen. Sein Herz klopfte noch immer ganz heftig. Er zog die Pantoffeln aus ,nahm sich einen Zettel und schrieb auf einen Zettel auf, was er gehört hatte,  um es nicht zu vergessen. Dann legte er sich ins Bett. Viele Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Erst Stunden später schlief er ein.
Am nächsten Morgen wurde Georg von Tobi geweckt, der freundlich sein Gesicht leckte. ,,Guten Morgen, Herr Langschläfer”, sagte Jonas und zog Tobi von Georgs Bett. ,,Was?”, fragte Georg halbverschlafen. ,,Komm steh auf, es íst schon halb elf.”, sagte Lisa. ,,Na gut”, sagte Georg und reckte sich. Dann stand er auf und ging mit Lisa und Jonas zum Frühstück.
Als sie wieder im Zimmer waren, entdeckte Jonas den Zettel. ,,Was bedeutet das?”, fragte er. Da fiel Georg wieder ein, was in der Nacht passiert war. Er berichtete Lisa und Jonas von seinem Erlebnis und schlug vor, die Karte aus dem Zimmer zu holen und den Schatz zu bergen, bevor sich die Schatzräuber auf den Weg machten.. ,,Ich finde, so ein Schatz gehört doch in ein Museum”, meinte Jonas. Georg und Lisa stimmten ihm zu. Sie beschlossen die Schatzkarte zu holen, während die Gauner zum Mittagessen waren.
Kurz vor halb eins warteten die drei an der Zimmmertür. Nichts passierte. Um ein Uhr öffnete sich die Tür. ,,Endlich gibt es was zu essen”, freute sich der eine. ,, Ja, aber wir müssen uns beeilen , wenn wir um drei Uhr in der Teufelsbucht sein wollen.”, drängte der andere. Dann verschwanden sie im Aufzug. ,,Los kommt”, sagte Jonas, ,,sie sind weg”. Sie schlichen langsam zur Zimmertür der Schatzräuber. Wir haben doch keinen Schlüssel –wie willst du die denn nun aufbekommen?”, fragte Lisa. ,,Mit dieser Karte”, sagte Jonas und schob sie durch den Türschlitz, sodass diese sich einfach öffnen lies.,,Und warum hast du Tobi mitgebracht?”, fragte Lisa. ,,Der soll aufpassen, falls die beiden wiederkommen.!” antwortete Jonas. ,,Tobi, sitz! Guter Junge!”. Der Hund  setzte sich vor die Tür und die Drei verschwanden in die Suite der Gauner!
Hier roch es muffig. Die Tischplatte war halbverkratzt und hatte viele Macken. Auch die Vorhänge waren zerissen.! ,,Meine Güte! Die bekommen eine ordentliche Rechnung wegen Sachbeschädigung”, meinte Georg.,, Wo haben sie eigentlich nochmal die Karte versteckt?”, wollte Jonas wissen. ,,Warte, ich schau noch mal kurz  auf dem Zettel nach”, sagte Georg und lief in sein Zimmer. Als er zurückkam, rief er ,,Sie steckt im ...” - doch Lisa schnitt ihm das Wort ab. ,,Psst. Ich glaube sie kommen.” Tobi bellte nämlich. Jonas lief schnell zum Bett, schnappte sich das Kissen und ... fand die Karte. Die drei konnten sich gerade noch unter dem Bett verstecken, da wurde auch schon die Tür geöffnet.
Die Gauner kamen ins Zimmer und verschlossen die Tür. Die drei wagten kaum zu atmen. ,,Hey Sly. Ich habe meine Jacke unten vergessen.”, sagte der eine. ,,Gut, dann holen wir sie schnell - ich komm mit.” Antwortete der andere. Dann verschwanden die beiden aus dem Zimmer. ,,Hey”, flüsterte Jonas seinen Freunden zu, ,,kommt schnell raus hier”. Doch als sie die Tür öffnen wollten, öffnete sie sich nicht. ,,Oh nein”, sagte Lisa, ,,die haben abgeschlossen. Jetzt nützt uns die Karte  nichts – es funktioniert nur, wenn die Tür nur ins so in Schloss gefallen ist. Wie kommen wir denn jetzt hier raus?” ,,Keine Ahnung, aber wir müssen uns was einfallen lassen, bevor die Typen wiederkommen!”, sagte Georg. Nach kurzem überlegen kam Jonas eine Idee. ,, Ich habs, wir klettern durchs Fenster raus”, sagte er. ,,Super Idee”, Lisa fand die Idee gut. ,,dann mal los.” Sie gingen ans Fenster und öffneten es. ,, Oha , ganz schön steil.”, flüsterte Jonas nachdem er hinausgesehen hatte. Aber irgendwie mußten sie ja herauskommen. Also kletterten  sie heraus und hielten sich an der Mauer fest. Lisa ging als erste, dann Jonas und zum Schluss Georg . Vorsichtig setzten sie einen Fuß vor den anderen, um so auf den Balkon ihrer Suite zu klettern. Immer wieder mussten sie anhalten, um dann vorsichtig weiter zu gehen. ,,Puh” - Lisa hatte es geschafft und auch Jonas kletterte gerade über die Balkonwand, als sie plötzlich einen lauten Schrei hörten. Es war Georg. ,,Hilfe! Helft mir!”, schrie er aus lauter Angst. Er war abgerutscht und klammerte sich verzweifelt an die Mauerkannte, über die sie gelaufen waren.Jonas und Lisa kamen sofort.  Jonas beugte sich über die Balkonmauer und streckte seine Hand aus. ,, Hier nimm meine Hand”, rief er Georg zu. Georg streckte mit voller Kraft seinen Arm aus, doch sie konnten sich nicht erreichen. ,, Lisa hol ein Laken, schnell! Halt durch Georg!!!”, wies er Lisa an. Lisa rannte blitzschnell zu ihrem Bett, holte ihr Laken und gab es Jonas. Er lies es zu Georg herab und ... Gott sei Dank - Georg konnte es erreichen und hielt sich daran fest. Lisa und Jonas versuchten Georg nach  oben zu ziehen. Doch da gab es auch schon das nächste Problem - das Laken begann zu reißen! Georg kletterte, Lisa zog am Laken und Jonas streckte seinen Arm aus! Das Laken riss und riss und fiel in die Tiefe. Doch, Georg hatte es im letzten Moment noch geschafft, Jonas Hand zu erreichen. Georg zog ihn auf den Balkon. Das Schlimmste war überstanden. ,,Puh! Das war aber knapp!”, dachte Georg und fragte seinen Freund keuchend: ,,Hey Jonas, hast du die Schatzkarte noch bei dir?” Jonas stand auf und fühlte in seiner Tasche. ,,Ja, sie ist noch da!”, beruhigte er seinen Freund und ging zur Tür, um Tobi wieder reinzulassen. ,,Ja gut gemacht mein Junge!”
“Lisa, wie spät ist es eigentlich?” Seine Freundin sah auf ihre neue Armbanduhr. ,,Genau halb drei - wieso?”, fragte sie. Jonas erinnerte: ,,Weil die Gauner sich doch um drei Uhr in der Teufelsbucht treffen wollen und ich glaube, nur die wissen, wo diese Insel mit dem Schatz liegt! Also müssen wir mit ihnen rüberfahren - aber heimlich!" ,,Ach so! Genau! Kommt schnell, lasst uns gehen bevor es zu spät ist!”, eilte Georg. Lisa aber sagte: ,,Geht ihr schon mal vor, ich komme gleich nach!” “Ok - zum Glück hat uns das Hotel eine Karte aufs Zimmer gebracht, mit der wir schnell die Bucht ausfindig machen können! Komm Jonas! Bis gleich Lisa! Tschüss Tobi - du kannst leider nicht mitkommen, tut uns leid! Lisa gibst du ihm noch Wasser und was zu Essen?”, rief Jonas. Lisa antwortete: ,,Ja mach ich, bis gleich!”

Dann gingen Georg und Jonas aus dem Zimmer. Sie liefen aus dem Hotel heraus, eine Abzweigung entlang bis hin zur Teufelsbucht. Dort sahen sie ein Boot, dass jemand an einem Holzpflock festgemacht hatte. Plötzlich sahen sie jemanden aus dem Boot kommen. Jonas und Georg versteckten sich blitzschnell hinter einem Felsen. Auf einmal tippte Georg jemand auf die Schulter – es war Lisa. Sie hatte einen Rucksack mitgebracht. ,,Hi, da bin ich wieder! Sind die Verbrecher schon da?” ,,Ja, zumindest einer – ach, da kommen ja auch schon die anderen.”, sagte Jonas. Der begann zu sprechen: ,, Ihr die Karte?” ,,Ja Chef!”, riefen sie. Sie hatten wohl immer noch nicht bemerkt, dass die Kinder ihre Karte gestohlen hatten. ,,Gut, dann kommt mit ins Boot”, rief Sly. ,,Stop – wartet! ich habe meine Jacke auf dem Felsen liegen lassen.”, fiel Boris ein und rannte los, um sie zu holen. ,,Hey Chef, hier ist sie nicht!” ,,Ach du Dummkopf, komm mit Sly, dann kannst du ihm eine verpassen.”, sagte der Chef. Das war die Chance für die Kinder. Sie überlegten nicht lange und schlichen aufs Schiff. ,, Oh Mann, wo soll man sich denn hier verstecken?”, fragte Jonas flüsternd. Georg  winkte ihn zu sich.,,Hier hinter den Kisten!” schlug Georg vor. Schnell versteckten sie sich dort. Da kamen die drei Männer auch schon zurück. ,, Mensch, kannst du denn nicht richtig sehen, sie lag doch dort.”,schimpfte der Chef und Sly gab Boris eine Ohrfeige, ,,Los Sly! Fahrn wir zur Insel!” ,,Okay Chef”, rief er und startete den Motor. Der Chef legte die Karte auf einen Sessel und setzte sich  - gelassen streckte er die Füße aus. Dann fuhren sie los. Jonas, Lisa und Georg waren ganz still, damit sie nicht bemerkt wurden.

,,Hey Boris, mach dich mal nützlich und hol mir `n Bier aus der Kiste da!”, rief der Chef. ,, Ja ist gut”, antwortete Boris hastig und ging auf die Kisten zu, hinter denen sich die Kinder versteckt hatten. Sie hielten den Atem an, als Boris die Kiste öffnete. ,, Hey Chef”, schrie Boris.  Jonas dachte:,, Oh nein, jetzt ist alles aus!”,, Möchte Sly auch eins?”, fragte Boris. Jonas und die anderen waren erleichtert. ,, Hey Sly willste auch eins”, frage der Chef Sly, der immer noch am Steuer stand und rief:,, Ja und außerdem sind wir da Chef!” sagte Sly ,,Wunderbar, mmmmh ich kann den Schatz schon riechen!”, schwärmte der Chef und nahm Boris eine Flasche Bier aus der Hand. Er trank sie leer und warf die Flasche über Board. Sly schaltete den Motor aus und das Boot glitt durch das Wasser die letzten Meter zur Insel.

Dort angekommen, warf Boris den Anker aus. ,, So, kommt gehen wir los!”, sagte der Chef und holte eine Schaufel und einen Kompass aus einer Kiste. Dann gingen sie los. Jonas, Lisa und Georg kamen hinter den Kisten hervor und wichen erschrocken sofort zurück, denn die drei Männer öffneten die Tür des Bootes und kamen hinein. Blitzschnell versteckten sie sich alle wieder hinter den Kisten. ,,Puh das war knapp”, sagte Lisa. Sie war erleichtert, als die drei Männer verschwunden waren. ,,Aber warum sind sie zurückgekommen?”, fragte sich Jonas. ,,Mmmmh, das versteh ich nicht.”, antwortete Georg. ,, Das braucht ihr auch nicht zu verstehen”, rief Sly mit einem bösen Lächeln, kam aus der Fahrerkabine und packte sich die drei. ,,Hey lassen Sie uns los.”, riefen die Kinder, doch sie konnten sich nicht losreißen. Sly nahm sein Walkie – Talkie und rief den Chef an: ,,Chef hier sind Kinder auf dem Boot. Was soll ich mit ihnen machen?” ,, Was Kinder? – So ein Sch ... -  schlimmer kann es nicht mehr kommen. Fessel sie und sperr sie im Boot ein, später können wir ja Lösegeld fordern! Wenn ihre Eltern das nicht machen gehen sie über Bord!”, schrillte es aus dem Funkgerät. ,,Hi Hi über Bord -  das wird lustig. Genauso wie früher, in den alten Zeiten mit Käpt´n Jones.” ,,Ach noch was, guck mal ob die unsere Karte haben, ich glaube nämlich das die euch die Karte aus dem Zimmer geklaut haben” - ,,Okay, wartet kurz ich komm gleich nach!!”, rief Sly, steckte das Walkie Talkie ein und fesselte die drei. ,,So und versucht nicht abzuhauen - wenn ihr schreit hört euch eh keiner! Haha!”, lachte Sly und sah ,dass Lisa einen Rucksack auf dem Rücken hatte. Er nahm und durchsuchte ihn. ,,Ha, ihr dachtet wohl ihr könntet uns austricksen und uns die Karte klauen, aber jetzt könnt ihr auch nichts mehr daran ändern. So, bis nachher, dann sehn wir weiter”, rief Sly als er die Karte in ihrem Rucksack gefunden hatte. Dann ging er mit der Karte aus dem Boot. Den Rucksack ließ er dort!

,,Warum haben wir uns auf so etwas bloß eingelassen, spätestens in drei Tagen sind wir verhungert oder ertrunken.”, seufzte Jonas.,,Ja, wenn wir uns doch nur von den Fesseln lösen könnten, die sind ja so  festgezogen”, stöhnte Lisa. Da entdeckte Georg ein Messer, dass die Gauner benutzt hatten um die Bierflaschen zu öffnen: ,,Hey, hört zu, da vorne ist ein Messer! Auf drei stehen wir auf okay? “Eins... zwei... drei!” Es war zwar etwas wackelig aber sie schafften es aufzustehen. ,,Und was jetzt Georg?”, fragte Jonas seinen Kumpel. ,,Jetzt lauft ihr in ganz kleinen Schritten bis ich Stopp sage!”, befahl Georg. ,,Okay”, sagte Lisa und sie begannen sich langsam vorwärts zu bewegen. Als sie kurz vor dem Messer waren sagte Georg:,, Stopp -  geht mit eurem Körper immer rauf und runter, damit die Seile durchgeschnitten werden können!” Sie bewegten sich immer wieder auf und ab und ... endlich waren sie wieder frei!

Alle glaubten schon, ihr Abenteuer sei nun zu Ende. Aber Lisa brachte wieder Stimmung ins Spiel: ,,Hey, hört mal zu! Ich habe die Karte!”  Jonas und Georg staunten nicht schlecht, als Lisa die Karte aus ihrem Rucksack hervorzog! ,,Aber, die haben doch die Karte ...”, stotterte Jonas! ,,Nein, die haben bloß eine Kopie und wir haben das Original!” ,,Soso, deshalb sollten wir schon mal vorgehen - gut mitgedacht Lisa! Kommt gehen wir Los!” , freute sich Georg und zusammen gingen sie aus dem Boot!
,,Und, wo müssen wir lang?”,fragte Jonas ,während Lisa die Karte studierte. ,,Also wir sind hier. Die gestrichelte Linie zeigt uns den Weg und bei dem Kreuz liegt der Schatz! So zuerst müssen wir zweihundert Schritte nach Süden”, berichtete Lisa und steckte die Karte wieder in ihren Rucksack! . ,,Oh wie gut das ich meinen Kompass dabeihabe.”, rief Georg, holte ihn aus der Hosentasche und versucht sich mit dem Kompass in Richtung Süden zu drehen. Geschafft! ,,Gut, diese Richtung ist Süden!”, sagte Georg.    ,,Na dann mal los”, rief Jonas begeistert. Sie gingen etwa zweihundert Schritte nach Süden und liefen dabei an Bäumen und Büschen vorbei. Doch dann stockte ihnen plötzlich das Blut in den Adern: vor ihnen lag ein Skelett mit einer alten Schriftrolle in der Hand. ,,Oh mein Gott! Was hat den wohl erwischt?”, ekelte sich Lisa. ,,Na ja, vielleicht steht es ja auf dieser Rolle. Georg nahm sie. Dabei zerbrach die Hand des Skeletts. Dann las er  vor:

 

Passt auf, wenn Ihr hier auf dem Weg lang geht.

Wenn ihr das Rätsel  nicht  löst, seid ihr verdammt - wie ich!  

 

,,Was kann das bedeuten:,, Wenn ihr Rätsel nicht löst - welches Rätsel könnte das sein?”, fragte Jonas die anderen. Sie zitterten. ,,Nun ja, das Rätsel liegt vor uns!”, flüsterte Georg leise. Jonas drehte sich um und wäre beinahe ohnmächtig geworden. Vor ihnen lag ein reißender Fluss, am Ufer daneben ein Kanu, in das sich wahrscheinlich niemand setzen würde. Denn es war voller Seetank und hatte Löcher. Plötzlich hörten sie Stimmen hinter sich: ,,Hey Boss, hier geht’s lang, kommen Sie!” - ,,Jaja, ich komme ja. Und du Boris beeil dich auch mal!”. Es waren die Gauner. Die Kinderhatte keine Wahl: sie mussten in das Boot steigen und über den Fluss fahren. Sonst würden die Gauner sie finden. ,,Los schnell ins Boot”, flüsterte Georg. ,,Nein warte! Ich hab da was entdeckt. Nur über einen Fluss zu fahren ist doch kein Rätsel. Seht ihr die Zeichen da. Wenn ich mich nicht irre, dann heißt das, dass wir hinter diesen Baum schauen müssen um dort die Kurbel zu drehen!”, bemerkte Lisa. Die beiden Jungen staunten nicht schlecht. Doch sie mussten sich beeilen. Also rannten sie hinter den Baum, wo sich tatsächlich eine Kurbel befand und sie drehten mit aller Kraft. Auf einmal machte es klick und ein Boot, ja ein ganz gutes Boot stand vor ihnen. Es hatte sich aus dem Boden nach oben geschoben. ,,So jetzt aber wirklich ins Boot.”, wies Georg die anderen an und sie schoben das Boot ins Wasser, setzten sich hinein und begannen zu Rudern. ,,Hey Boss!”, schrie Sly, ,,Da die Kinder! - Sie wollen abhauen. Aber das werden wir ihnen versalzen” Sly zückte eine Pistole hervor und ... ,,Köpfe runter”, schrie Jonas, während über ihnen die Kugeln flogen. Eine traf ihr Boot und sie begannen zu langsam sinken. ,,Hahaha - oh ja! Jetzt seit ihr wirklich arm dran”, lachten Sly und die anderen Gauner, während sie beobachteten, wie das Boot allmählich sank und einen Wasserfall hinunterstürzte, ,,So jetzt haben wir sie für immer beseitigt und niemand wird uns daran mehr hindern, den Schatz zu bekommen, ha ha hahaha!” ,,Lisa, Georg! Alles in Ordnung!”, fragte Jonas seine Freunde. ,,Ja, aber das mach ich nicht noch einmal!”, keuchte Lisa und hustete. Sie waren völlig nass, denn als das Boot kenterte tauchten sie unter der Strömung hindurch an´s andere Ufer. Georg stand auf und schaute sich um. ,,Hey Lisa hast du die Karte noch?”, fragte er seine Freundin. ,,Ja, aber sie ist nass geworden!”, erklärte Lisa und holte die Karte aus ihrem völlig durchnässten Rucksack. Dann schauten alle drei gespannt auf die Karte. ,,Also das hier haben wir hinter uns ... aber was ist das?”, fragte Lisa und deutete auf einen Art Schlucht, die auf der Karte zu sehen war. ,,Mmmmh, also ich glaube, wenn ich mich nicht irre, dann ist das diese hier.”, rief Georg schob ein paar Blätter von den Büschen zur Seite und deutete auf eine lange Hängebrücke, die über eine große Schlucht führte. ,,Oh nein! Da gehe ich nicht rüber!”, entschloss sich Lisa. ,,Aber wenn wir nicht weitergehen, holen uns die Gauner ein”, sagte Georg und blickte zurück. Tatsächlich: sie waren ihnen dicht auf den Fersen. Sie hatten sich ein Floß gebaut und waren gerade dabei, über den Fluss zu fahren. ,,Lisa steck die Karte ein, überwinde deine Angst, bitte komm!”, bat sie ihr Bruder. - ,,Na gut!”, willigte Lisa ein und sie liefen ganz vorsichtig über die morsche Brücke. Die ersten Bretter hielten noch, doch dann brach plötzlich eines unter Jonas Füßen zusammen. Die Kinder schrien. Jetzt hatten sie zwei Probleme! Morsche Bretter und die Gauner, die jetzt auch an der Brücke angekommen waren. ,,Wie? – dasgibt ´s doch nicht - die sind doch den Wasserfall hinuntergekracht. Und jetzt stehen sie auf der Brücke?”, schrie der Chef verwundert. ,,Hey Lisa, Georg - jetzt oder nie! Lauft!”,schrie Jonas. Sie rannten weiter über die Brücke und die Gauner hinter ihnen her, immer wieder brachen Bretter durch und fielen in die Tiefe. ,, Los, die schnappen wir uns”, rief Sly hinter ihnen her, ,,bleibt stehn!” Bei der Eile verlor Lisa ihren Hotelausweis. Er fiel aus ihrem Rucksack, den sie in der Eile nicht verschlossen hatte. Endlich kamen sie am anderen Ende der Brücke an! ,,Los weiter”, sagte Georg und sie rannten und versteckten sich 100 Meter weiter hinter einem Strauch! Die Gauner hatten jetzt auch die andere Seite erreicht. ,,Mist wo sind die hin?”, fragte der Chef. ,, Egal, aber ich hab was gefunden”, gab Boris bekannt und gab Lisas Hotelausweiß seinenm Chef! ,,Aha ein Hotelausweis, in dem Hotel wart ihr doch auch - oder”, fragte der Boss. Die anderen nickten. ,,Nehmen wir ihn erstmal mit!”,schlug Boris vor und der Chef steckte ihn sich in die Tasche. ,,Weiter!”, rief er.
Die Kinder hatten alles mitgehört und wussten jetzt, dass die Gauner im Besitz von Lisas Namen, Telefonnummer und Adresse waren. Das war nicht gut! ,,Los kommt wir müssen ihnen auf den Fersen bleiben, es ist schon kurz vor sieben, gleich wird’s dunkel!”, warnte Lisa die beiden Jungen. Sie kamen aus ihrem Versteck und Georg schaute auf die Karte. ,,So wir sind jetzt hier und ... auf der Karte steht als nächstes das.” Er las vor:

 

Wenn Ihr die Höhle durchquert, bekommt Ihr den Schatz. Aber: Vorsicht! Passt gut auf. Überall lauern finstere Gestalten, die Fallen stellen.

 

,,Oh!”, meinte Georg, ,,ich glaube wir gehen heute abend besser noch nicht weiter! Am Tag könen wir alles besser sehen. Außerdem bin ich erschöpft!” ,,Ja, kommt! Wir gehen in diese kleine aus Stöckern gebaute Hütte.”, schlug Lisa vor und deutete auf ein kleines rundes Stöckerhäuschen. Es war unheimlich nachts auf einer Insel in einer Hütte zu übernachten abersie hatten keine andere Wahl. Also krabbelten sie hintereinander in ihre hölzerne Schlafstelle. Sie setzten ihren Rucksack ab und legten sich direkt hin. Sie waren so erschöpft vom Tauchen, Rennen und dem Verstecken in Angst. Was wird sie morgen wohl erwarten, in dieser sagenumwobenen Höhle? Doch darüber dachten sie nicht lange nach und schliefen bald ein.
Schon früh am nächsten Morgen wachte Georg auf. ,,Guten Morgen”, begrüßte er seine Freunde. ,,Guten Morgen”, grüßte Lisa zurück, ,,Jonas bist du auch schon wach? Jonas?...Jonas?” Ihr Freund war nicht da, wie die beiden entsetzt feststellten.
Was wäre, wenn ihn die wilden Kreaturen aus der Höhle geholt hätten?
Doch da ertönte eine bekannte Stimme: ,,Hey, Leute! Endlich seit ihr wach! Ich habe etwas zu essen gefunden!” Jonas kam in die Hütte. Auf dem Arm trug er einige Bananen und Kokusnüsse. ,,Supi!”, jubelten seine Freunde und frühstückten zusammen. Während Lisa einige Bananen aß, zeigte Jonas Georg, wie man eine Kokusnuss aufschlägt. Es war zwar keine richtige Mahlzeit, doch alle wurden satt.
Anschließend schlug Georg vor: ,,Leute, ich finde wir sollten langsam mal losgehen, bevor uns die Gauner noch den Schatz wegschnappen!” - ,,Ach ja! Kommt dann müssen wir los!”, stimmte Lisa zu. Also räumten sie ihr Frühstück beiseite, Lisa nahm ihren Rucksack auf den Rücken und sie krabbelten wieder aus der Hütte. Einige 

Augenblicke später standen sie wieder dort,  wo sie gestern ihre Suche beendet hatten - genau vor einer finsteren dunklen Höhle.,,Wo müssen wir lang?”, fragte Jonas. ,,Von der Karte aus müssen wir geradeaus genau da rein. Dort soll sich der Schatz befinden!”, erklärte Lisa, die zusammen mit ihren Freunden ins Dunkel blickte. Was würde sie darin erwarten? Kreaturen? Fallen? Sie wussten nicht, ob sie nun wirklich hineingehen sollten. ,,Ok, seid ihr dabei?”, fragte Lisa ihre Freunde bewusst.,,Na klar!”, stimmten diese ein. Doch sie mussten sich beeilen, denn genau hinter den Kindern standen ...
,,Na wen haben wir denn da?” – Es waren mal wieder die Gauner, die wohl auch sehr spät aufgestanden waren. ,,Lauft!!”, schrie Georg und rannte mit seinen Freunden in die finstere Höhle - die Gauner hinterher. Zwischendurch fielen Schüsse. Jonas und die anderen mussten entsetzt feststellen, dass sie in eine Sackgasse gerannnt waren. ,,So jetzt haben wir euch”, lachte Sly und zückte seine Waffe, ,,Ihr habt uns genug Ärger bereitet! Jetzt ist Schluss.” Die Kinder zitterten vor Angst. ,,Sly, ich glaube wir lassen das lieber”, flüsterte Boris. ,,Warum?”, fragte Sly und drehte sich um. ,,Was sind das für Tiere?”, fragte Jonas. ,,Das sind keine Tiere. Das sind Riesenspinnen! Schnell wir müssen hier sofort weg!”, rief Georg. Die Wesen kamen näher, immer näher! ,,Boss was sollen wir tun?”, fragte Boris hastig. ,,Stellt die Kinder als Schutz vor uns!”, rief der Chef. ,,Nein, bittte nicht! Wir wissen wie man diese Monster bekämpft!”, log Lisa, Während Lisa die Gauner ablenkte schnappte sich Georg blitzschnell die Pistole von Sly. ,,Hey! Gebt die wieder her oder wir werfen eure Freundin den Wesen zum Fraß vor!”, drohte der Chef. Lisa schlotterten die Knie vor Angst. ,,Nein, das werden wir nicht! Lasst sofort meine Schwester los, oder ich schieße!”, drohte Georg zurück. Die Gauner ließen Lisa tatsächlich gehen. ,,Und jetzt stellt euch an die Wand!”, befahl Jonas, ,,und folgt uns nicht!” Während ihres Gespräches waren die Spinnen bis auf zwei Meter auf sie zu gekrabbelt. ,,So Leute, bleibt direkt hinter mir! Wir schießen uns den Weg frei!”, rief Georg und er schoss eine Spinne nach der anderen ab. Schließlich kamen sie aus dem Spinnenschwarm heraus. Dabei hatten sie leider nicht bemerkt, dass der Chef und Sly ihnen gefolgt waren. ,,Wir haben es geschafft und die Gauner sind wir auch los.”, sagte Lisa erleichtert. ,,Das glaube ich nicht!”, sagte Sly, nahm Georg die Pistole aus der Hand und drückte ab! Die Kinder schrien ...  doch die Pistole hatte keine Patronen mehr. Schnell rannten sie weg. ,,Boris, komm!” ,brüllte der Chef und ging in die Sackgasse zurück. Doch der lag blutverschmiert und tot auf dem Boden.,,Komm wir gehen ohne ihn weiter!”, befahl er.
Jonas, Lisa und Georg waren inzwischen weitergegangen. ,,Puh, das war knapp!”, keuchte Jonas, ,, wo müssen wir denn nun wirklich lang?” ,,Wir mussten eingentlich immer geradeaus und sind irgendwann in diese Sackgasse gelaufen.”, zeigte Lisa ihnen auf der Karte und steckte sie wieder in ihren Rucksack, ,,Na dann kommt!” Es war zwar ziemlich dunkel, aber ihre Augen hatten sich mittlerweile daran gewöhnt. Jetzt standen sie in einem Gang, an dessen Ende sich der Schatz befinden sollte.
,,Kommt es ist nicht mehr weit!”, rief Georg, ,,ich sehe schon ein Licht.” Georg begann zu rennen, er dachte nur noch an den Schatz. Doch er hatte sich leider zu früh gefreut, denn er achtete nicht daruf wo er hintrat und plötzlich begann es in der Höhle zu rumoren und zu rumpeln. ,,Georg, was hast du gemacht?”, fragten ihn seine Freunde. Georg wußte es selbst nicht. Auf einmal brach hinter Lisa und Jonas ein Stück von der Decke ab. ,,Oh mein Gott - rennt!”, schrie Georg vor Angst. Jonas und Lisa rannten so schnell wie noch nie in ihrem Leben.  Direkt hinter ihnen stürzte die ganze Höhle ein. Am Ende des Ganges konnten sie den Schatz schon von weitem sehen. Doch erst einmal ging es Leben und Tod. Felsen fielen von der Decke, Stalaktiten brachen ab. Dann erreichten sie mit schlotternden Knien den Schatz. Doch wie durch ein Wunder, hörte das Geschehen auf einmal auf und eine dunkle Stimme ertönte: ,,Ihr seit wirklich gute Schatzsucher! Ihr habt es tatsächlich geschafft. Ihr könnt nun nach Hause gehen.” Mit diesen Worten öffnete sich die Höhlendecke und das pure Sonnenlichtstrahlte ihnen entgegen.

Doch das Abenteuer war noch nicht zu Ende. Mit vereinten Kräften trugen sie die Schatzkiste aus der Höhle. ,,Freunde, wir haben es geschafft!”, jubelte Jonas. Gemeinsam gingen sie mit dem Schatz zurück zum Boot der ehemaligen Gauner. Sie waren beim Einsturz der Höhle verschüttet worden. Lisa schaltete den Motor an und sie fuhren zurück zu Insel Pagas, wo sie ihre Eltern schon erwarteten. ,,Wir haben uns solche Sorgen um euch gemacht!”, weinten sie.

Der Schatz wurde im Museum ausgestellt. Die Kinder bekamen eine Belohnung von 50.000 Euro. Und immer wenn sie zu einem Museum gingen, erinnerten sie sich an ihr großes Abenteuer!